Immobilien-Investmentmarkt gewinnt neue Kraft

Die positiven Nachrichten vom Immobilienmarkt in Deutschland reißen nicht ab.  Allerdings beschäftigen sich viele Medien nach wie vor viel zu sehr mit kritischen Betrachtungen der Preisentwicklung – die Diskussion über gefährliche Blasen hält an. Werner Rohmert, Herausgeber von „Der Immobilienbrief“, kommentiert die Dynamik im bisherigen Jahresverlauf. Resümee: Die Monate Juli bis September haben wieder mehr Bewegung in den Investmentmarkt gebracht.

In der Summe stehen für das Dreivierteljahr 2016 rund 32,7 Mrd. Euro in der Statistik für das deutschlandweite Transaktionsvolumen gewerblich genutzter Objekte. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspräche das zwar immer noch einem Minus von 14%, aber das starke dritte Quartal mit 14,7 Mrd. Euro hat den Rückstand zum Rekord-Vorjahr bereits deutlich verringert.  Bei der Rendite wird die „3“ zum Standard.

Zwar dürfte die US-Wahl im brandaktuellen Quartalszahlenwerk und im Investorenverhalten noch nicht eingepreist sein. Allerdings sollte jede weltweite Erhöhung der Unsicherheit, die noch nicht eine Krise auslöst, den deutschen Immobilienmarkt durch erhöhte Diversifikationsbestrebungen tendenziell begünstigen und vielleicht sogar asiatisches Kapital teilweise umleiten. Die schnelllebigen Aktienmärkte lassen zudem keine Beunruhigung erkennen.

Im Dreivierteljahr 2016 wurden rund 32,7 Mrd. Euro in gewerblich genutzte Objekte investiert (-14%). Auch im dritten Quartal war erkennbar, dass Investoren insbesondere die großen Transaktionen suchen. Allein 38 Objekte und Portfolios jenseits der 100 Mio. Euro wechselten zwischen Juli und September die Eigentümer. Die Großabschlüsse machten im Dreivierteljahr ca. 44% bzw. 14,4 Mrd. Euro des deutschen Transaktionsvolumens aus.

Trotz Objektmangels seien bis zum Ende des Jahres noch zahlreiche, auch großvolumige Abschlüsse in Arbeit. Im Gesamtjahr 2016 gäbe es zwar keinen neuen Rekord beim Transaktionsvolumen, aber ein Ergebnis von bis zu 50 Mrd. Euro könne erneut erreicht werden. Platz 3 hinter 2007 und 2015 sei in der historischen Betrachtung durchaus möglich, heißt es bei Rohmert.

2016-11-23T07:28:06+00:00 22.11.2016|Categories: Aktuelles, Topnews|Tags: , , |